Sie möchten sich auch bei Ihrer Trauung im Winter in einem Kleid wiedererkennen, das Sie gern tragen. Vielleicht mit freien Schultern, vielleicht mit langen Ärmeln. Beides lässt sich für das Standesamt planen: Wählen Sie Ihr Brautkleid zusammen mit einer zusätzlichen Schicht für draußen und probieren Sie beide gemeinsam an.
Beginnen Sie bei den Brautkleidern fürs Standesamt, die Ihnen gefallen. Entscheidend für den Winter ist anschließend, wo Sie das Kleid tragen: im beheizten Trauzimmer, auf dem Weg dorthin oder länger im Freien. Ein dekorativer Bolero und ein wärmender Mantel erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben.
Wie lange werden Sie mit Ihrem Brautkleid draußen sein?
Kurze Wege und wenige Fotos im Freien
Wenn Sie vom Auto ins Standesamt gehen und anschließend drinnen bleiben, können Sie Kleid und äußere Schicht getrennt auswählen. Für den Weg kommt ein zur Witterung passender Mantel darüber; im Trauzimmer tragen Sie die Silhouette, die Sie gewählt haben. Probieren Sie vorher, ob sich der Mantel schließen lässt und ob Ausschnitt, Ärmel oder Verzierungen darunter Platz haben.
Ein längerer Spaziergang oder Fotos draußen
Planen Sie die äußere Schicht als sichtbaren Teil Ihres Looks ein. Betrachten Sie das Kleid deshalb auch mit geschlossenem Mantel: Wo endet er, welche Partie des Rocks bleibt sichtbar, wie wirkt der Kragen neben Ihrem Ausschnitt? Wenn Sie das Kleid für einzelne Fotos ohne Mantel zeigen möchten, halten Sie ihn griffbereit. Aus der Länge eines Ärmels allein lässt sich nicht ableiten, ob Sie darin ausreichend warm bleiben.
Lange Ärmel: Was bedecken sie wirklich?
Sodden zeigt, wie unterschiedlich ein Kleid mit einer zusätzlichen Lage wirken kann. Ohne Bolero rahmt die drapierte, trägerlose Linie das Dekolleté. Mit dem Satinbolero kommen weite Ärmel und schmale Manschetten hinzu. So können Sie beim selben Entwurf vergleichen, wie viel Schulter und Arm Sie zeigen möchten.

Sodden ohne Bolero: freie Schultern und eine schmale, drapierte Satinlinie.
Die Rückansicht mit Bolero macht einen wichtigen Unterschied sichtbar: Die Arme sind bedeckt, der Rücken bleibt teilweise offen. Der Bolero verändert die Silhouette; für einen längeren Aufenthalt in der Kälte sollten Sie eine zusätzliche äußere Schicht einplanen. Prüfen Sie an jedem Modell auch Rücken und Ausschnitt, wenn Sie Standesamtkleider mit Ärmeln vergleichen.

Sodden mit Bolero: Bedeckte Arme bedeuten hier keinen geschlossenen Rücken.
Ein Brautpullover: Ausschnitt und Taille zusammen betrachten
Wenn Sie eine separate Lage über dem Oberteil möchten, sehen Sie sich den Brautpullover mit glatter Vorderseite an. Auf dem Foto bleiben durch den V-Ausschnitt Details des Oberteils sichtbar. Die geraffte Partie an der Taille setzt einen eigenen Abschluss über dem Rock.
Für Ihre Anprobe sind das zwei konkrete Fragen: Wie viel von Ihrem Ausschnitt möchten Sie weiterhin sehen? Und wo soll der Pullover im Verhältnis zur Taille Ihres Kleides enden? Nehmen Sie das gewählte Kleid als Ausgangspunkt und prüfen Sie die Kombination am Körper. Für den Aufenthalt draußen wählen Sie bei Bedarf einen Mantel darüber, passend zur Witterung und zu Ihrem Wärmeempfinden.

Der V-Ausschnitt lässt einen Teil des Oberteils sichtbar. Die zusätzliche Lage verändert zugleich die Linie an der Taille.
Weitere Formen finden Sie bei den Brautjacken, Boleros und Capes. Ein transparenter Stoff, ein offener Rücken oder ein kurzer Schnitt können genau Ihrem Stil entsprechen. Ob Sie darüber noch einen Mantel brauchen, beurteilen Sie unabhängig davon.
Kurzes oder langes Standesamtkleid im Winter?
Wenn Sie Ihre Schuhe bewusst zeigen möchten, beziehen Sie bei einem kurzen Standesamtkleid auch Strumpfhose und Mantellänge in die Auswahl ein. Probieren Sie das vollständige Outfit vor einem Spiegel, in dem Sie sich von Kopf bis Fuß sehen.
Bei einem langen Kleid prüfen Sie den Saum mit den vorgesehenen Schuhen. Wollen Sie draußen andere Schuhe tragen als drinnen, nehmen Sie beide Paare zur Anprobe mit. Besprechen Sie bei einer Schleppe außerdem, wie Sie diese auf dem Weg über nassen Boden tragen können. Diese Entscheidungen hängen vom konkreten Kleid ab, nicht allein von der Jahreszeit.
Was sollten Sie mit Kleid und Überwurf bei der Anprobe testen?
- Beide Ansichten: Betrachten Sie Ihr Kleid mit und ohne äußere Schicht, jeweils von vorn, von der Seite und von hinten.
- Arme und Schultern: Schließen Sie Ihren Mantel, führen Sie die Hände nach vorn und prüfen Sie, ob die Ärmel genügend Platz haben.
- Sitzen: Setzen Sie sich in der vollständigen Kombination hin. Achten Sie darauf, wo Mantel, Pullover oder Bolero an Taille und Hüfte liegen.
- An- und Ausziehen: Testen Sie mit Unterstützung, wie Sie die äußere Schicht ablegen, ohne an Spitze, Schmuck oder Frisur hängen zu bleiben.
- Saum und Schuhe: Gehen Sie einige Schritte mit den vorgesehenen Schuhen und prüfen Sie die Länge.
- Ihr Eindruck: Gefällt Ihnen die Kombination auch geschlossen? Bleibt die Partie sichtbar, die Sie an Ihrem Kleid besonders mögen?
Wenn Sie noch mehrere Silhouetten vergleichen möchten, hilft Ihnen unser Ratgeber zur Wahl des Brautkleids bei der Vorauswahl.
Wo können Sie Ihre Favoriten anprobieren?
Speichern Sie die Namen der Kleider und Ergänzungen, die Sie interessieren. Über die DAMA Händlersuche finden Sie einen Partnersalon und können vor Ihrem Termin fragen, welche Modelle dort zur Anprobe vorhanden sind. Die Auswahl unterscheidet sich von Salon zu Salon. Ihr Kleid bestellen Sie über den Partnersalon.
Nehmen Sie zur Anprobe die Schicht mit, die Sie draußen tragen möchten. So treffen Sie Ihre Entscheidung für den gesamten Look - und wissen, wie Sie sich darin zeigen möchten.